Kieferorthopädie Basel – moderne Zahnkorrektur mit klarer Planung, dank Pins-Therapie mit MARPE

Eine Zahnkorrektur ist heute weit mehr als nur eine Frage der Ästhetik.

Moderne Spangentherapie mit Pins ohne grosse Operation

Fehlstellungen des Kiefers, ein zu schmaler Oberkiefer oder Platzmangel können nicht nur das Lächeln, sondern auch Biss, Kaufunktion und langfristige Zahngesundheit beeinflussen.

Ein moderner Behandlungsansatz ist die Pins-Therapie mit MARPE. Sie kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten eingesetzt werden, wenn der Oberkiefer zu schmal ist und eine klassische Zahnkorrektur allein nicht ausreicht.

Was versteht man unter Kieferorthopädie?

Die Kieferorthopädie beschäftigt sich mit der Diagnose, Vorbeugung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Dabei geht es nicht nur darum, schiefe Zähne gerade zu stellen. Eine gute kieferorthopädische Behandlung berücksichtigt immer auch die Funktion des gesamten Gebisses.

Wenn Zähne nicht richtig aufeinanderpassen, kann das verschiedene Folgen haben. Dazu gehören ungleichmässige Belastungen, erschwerte Reinigung, Zahnfleischprobleme, Kiefergelenkbeschwerden oder ein instabiler Biss. Auch ein zu schmaler Oberkiefer kann eine wichtige Rolle spielen, weil dadurch häufig zu wenig Platz für die Zähne vorhanden ist oder der Oberkiefer nicht harmonisch zum Unterkiefer passt.

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden infrage. Dazu gehören klassische Zahnspangen, transparente Aligner, festsitzende Apparaturen, Retainer oder moderne skelettal verankerte Systeme wie MARPE.

Was ist die Pins-Therapie mit MARPE?

Die Pins-Therapie mit MARPE ist eine moderne kieferorthopädische Methode zur Erweiterung eines zu schmalen Oberkiefers. MARPE steht für „Miniscrew-Assisted Rapid Palatal Expansion“. Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine Gaumennahterweiterung, die zusätzlich durch kleine temporäre Pins im Gaumen unterstützt wird.

Bei einer klassischen Gaumennahterweiterung wird die Apparatur häufig hauptsächlich an den Zähnen befestigt. Die Kräfte wirken dadurch stark auf die Backenzähne. Bei MARPE hingegen wird die Apparatur zusätzlich mit kleinen Mini-Schrauben, also Pins, im Gaumenknochen verankert. Dadurch kann die Kraft gezielter auf den Oberkiefer übertragen werden.

Das Ziel ist, den Oberkiefer nicht nur über die Zahnstellung zu verbreitern, sondern eine bessere knöcherne Erweiterung zu erreichen. Das ist besonders interessant bei Jugendlichen und Erwachsenen, bei denen die klassische Gaumennahterweiterung oft weniger zuverlässig wirkt als bei Kindern.

Warum kann ein zu schmaler Oberkiefer problematisch sein?

Ein zu schmaler Oberkiefer ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Viele Patientinnen und Patienten bemerken zunächst nur schiefe Zähne, Engstand oder einen unharmonischen Biss. Die Ursache kann jedoch tiefer liegen: Der Oberkiefer ist im Verhältnis zum Unterkiefer zu schmal.

Das kann dazu führen, dass die oberen Seitenzähne nicht korrekt über die unteren Seitenzähne greifen. Häufig entsteht dadurch ein Kreuzbiss. Auch Engstände im Frontzahnbereich, ein schmal wirkendes Lächeln oder Platzprobleme bei der Zahnkorrektur können damit zusammenhängen.

Wenn der Oberkiefer zu schmal ist, kann es in bestimmten Fällen nicht ausreichen, die Zähne einfach in eine schönere Position zu schieben. Denn wenn die knöcherne Basis zu schmal bleibt, kann das Ergebnis funktionell oder langfristig instabil sein.

Deshalb prüfen wir bei der kieferorthopädischen Planung nicht nur, wie die Zähne aussehen, sondern auch, ob die Breite des Oberkiefers zur gesamten Bisssituation passt.

Wie funktioniert MARPE?

Bei der MARPE-Behandlung wird eine spezielle Apparatur im Oberkiefer eingesetzt. Diese Apparatur enthält eine Dehnschraube und wird mit kleinen Pins im Gaumen stabilisiert. Die Pins dienen als temporäre Verankerung im Knochen und werden nach Abschluss der entsprechenden Behandlungsphase wieder entfernt.

Nach dem Einsetzen wird die Apparatur nach einem individuell festgelegten Plan aktiviert. Dabei wird die Schraube schrittweise gedreht. So entsteht eine kontrollierte Kraft, die auf den Oberkiefer wirkt. Ziel ist es, die Gaumennaht zu öffnen beziehungsweise den Oberkiefer zu erweitern.

Ein sichtbares Zeichen der erfolgreichen Erweiterung kann eine kleine Lücke zwischen den oberen Schneidezähnen sein. Diese Lücke ist in vielen Fällen gewollt und zeigt, dass nicht nur die Zähne bewegt wurden, sondern eine echte Erweiterung stattgefunden hat. Im weiteren Verlauf der kieferorthopädischen Behandlung wird diese Lücke wieder geschlossen.

Nach der aktiven Erweiterungsphase bleibt die Apparatur in der Regel noch für eine gewisse Zeit im Mund, damit sich die erreichte Breite stabilisieren kann. Anschliessend oder begleitend erfolgt die weitere Zahnkorrektur, zum Beispiel mit Alignern oder einer festen Zahnspange.

Was ist der Unterschied zur klassischen Gaumennahterweiterung?

Der wichtigste Unterschied liegt in der Verankerung.

Bei einer klassischen Gaumennahterweiterung werden die Kräfte hauptsächlich über die Zähne übertragen. Das kann vor allem bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen dazu führen, dass sich Zähne stärker nach aussen kippen, anstatt dass der Oberkiefer selbst ausreichend erweitert wird.

Bei MARPE wird die Apparatur zusätzlich über kleine Pins im Gaumen verankert. Dadurch wirken die Kräfte direkter auf den Oberkieferknochen. Das kann helfen, eine kontrolliertere und stärker knöcherne Erweiterung zu erzielen.

Einfach erklärt:

Klassische Methode: Die Kraft wirkt stärker über die Zähne.
MARPE: Die Kraft wird zusätzlich über Pins auf den Knochen übertragen.

Das bedeutet nicht, dass MARPE für jeden Fall automatisch die beste Methode ist. Es bedeutet aber, dass MARPE bei bestimmten Ausgangslagen eine sehr sinnvolle moderne Behandlungsoption sein kann.

Für wen ist MARPE geeignet?

Zahnarzt Basel für moderne Behandlungen

Patientinnen und Patienten bei denen der Oberkiefer zu schmal ist

Zahnstellungskorrektur in Basel

Wenn eine zahngetragene Erweiterung nicht optimal wäre

Häufige Fragen zur Kieferorthopädie Basel

Ja, MARPE kann auch bei Erwachsenen eine Behandlungsoption sein. Gerade bei Erwachsenen ist die Planung jedoch besonders wichtig, weil die Gaumennaht mit zunehmendem Alter fester wird. Deshalb muss vor der Behandlung genau geprüft werden, ob die Methode im individuellen Fall sinnvoll ist.

Bei manchen Erwachsenen kann MARPE eine Alternative zu einer chirurgisch unterstützten Gaumennahterweiterung sein. Bei anderen Patientinnen und Patienten ist eine chirurgische Lösung weiterhin die bessere oder notwendigere Option. Entscheidend ist nicht das Verfahren allein, sondern die korrekte Diagnose.

In der ABA Aeschenplatz Zahnklinik legen wir deshalb grossen Wert auf eine saubere Voruntersuchung und realistische Aufklärung. Wir erklären Ihnen klar, welche Möglichkeiten bestehen, welche Methode zu Ihrem Fall passt und welche Grenzen die jeweilige Behandlung hat.

Das Einsetzen der Pins erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung. Während der Behandlung können Druckgefühl, Spannung oder leichte Schmerzen auftreten. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben vor allem ein ungewohntes Gefühl im Gaumen und Druck im Oberkiefer.

In den ersten Tagen kann das Sprechen, Essen oder Schlucken ungewohnt sein. Auch Druck im Bereich der Nase oder der oberen Zähne ist möglich. Diese Beschwerden sind meist vorübergehend und werden individuell begleitet.

Wir erklären Ihnen vor der Behandlung genau, was Sie erwartet, wie die Aktivierung funktioniert und worauf Sie achten sollten. Bei Unsicherheiten oder Beschwerden steht Ihnen unser Team zur Seite.

1. Beratung und Untersuchung

Am Anfang steht eine ausführliche Untersuchung. Wir analysieren Ihre Zahnstellung, Ihren Biss, die Breite des Oberkiefers und Ihre individuellen Beschwerden oder Wünsche. Dabei klären wir, ob eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll ist und welche Methode infrage kommt.

2. Digitale Diagnostik und Planung

Für eine präzise Planung können digitale Abformungen, Fotos, Röntgenbilder oder weitere diagnostische Unterlagen notwendig sein. Ziel ist es, die Behandlung nicht nach Gefühl, sondern anhand klarer Befunde zu planen.

3. Besprechung der Behandlungsoptionen

Wir erklären Ihnen verständlich, welche Möglichkeiten es gibt. Dabei sprechen wir auch offen über Vorteile, Grenzen, Behandlungsdauer, Kosten und mögliche Risiken. Sie sollen nicht nur wissen, was gemacht wird, sondern auch warum.

4. Einsetzen der Apparatur

Wenn MARPE geeignet ist, wird die Apparatur im Oberkiefer eingesetzt und mit kleinen Pins im Gaumen stabilisiert. Die Pins dienen nur vorübergehend als Verankerung.

5. Aktivierungsphase

Nach dem Einsetzen wird die Apparatur nach einem individuellen Plan aktiviert. Dabei wird die Schraube schrittweise gedreht. Diese Phase dauert je nach Fall unterschiedlich lange.

6. Stabilisierung

Nach der aktiven Erweiterung bleibt die Apparatur meist noch eine gewisse Zeit im Mund. Diese Phase ist wichtig, damit sich das Ergebnis stabilisieren kann.

7. Weitere Zahnkorrektur

Nach der Erweiterung folgt häufig die Feineinstellung der Zahnstellung. Je nach Fall kann dies mit Alignern, Brackets oder einer anderen kieferorthopädischen Methode erfolgen.

Die aktive Erweiterung des Oberkiefers dauert häufig nur wenige Wochen. Die gesamte kieferorthopädische Behandlung ist jedoch deutlich individueller. Je nach Ausgangslage können mehrere Monate bis über ein Jahr notwendig sein, insbesondere wenn nach der Erweiterung noch eine Zahnkorrektur erfolgt.

Die Behandlungsdauer hängt ab von:

  • Ausmass der Fehlstellung
  • Alter und Knochenstruktur
  • gewünschtem Behandlungsziel
  • Art der weiteren Zahnkorrektur
  • Mitarbeit bei Aktivierung und Mundhygiene
  • Stabilität des erreichten Ergebnisses

Wir geben Ihnen nach der Diagnostik eine realistische Einschätzung zur voraussichtlichen Dauer.

Wie jede medizinische Behandlung kann auch MARPE mit Risiken oder Nebenwirkungen verbunden sein. Dazu gehören Druckstellen, Entzündungen, Lockerung einzelner Pins, Schmerzen, Zahnfleischreizungen oder eine unvollständige Öffnung der Gaumennaht.

In seltenen Fällen kann es sein, dass die gewünschte Erweiterung nicht wie geplant erreicht wird. Dann muss die Behandlung angepasst oder eine andere Therapieform besprochen werden.

Deshalb ist eine sorgfältige Planung so wichtig. Wir prüfen vorab, ob MARPE in Ihrem Fall sinnvoll ist, und begleiten die Behandlung engmaschig.

Ja, in vielen Fällen kann MARPE mit einer anschliessenden Aligner-Behandlung kombiniert werden. Die MARPE-Apparatur dient dabei dazu, die knöcherne Grundlage zu verbessern und mehr Platz im Oberkiefer zu schaffen. Danach können die Zähne mit Alignern schrittweise in die gewünschte Position bewegt werden.

Ob Aligner geeignet sind, hängt von der Zahnstellung, dem Biss und dem gewünschten Ergebnis ab. In manchen Fällen sind feste Brackets sinnvoller. In anderen Fällen kann eine transparente Aligner-Therapie eine komfortable und ästhetische Lösung sein.

Nein. Die Pins dienen nur vorübergehend als Verankerung der Apparatur. Nach der entsprechenden Behandlungsphase werden sie wieder entfernt.